Ein wenig mehr Hirn bitte!

Täglich steigen die Anforderungen. Der Druck erhöht sich und wenn man schon denkt, es kann gar nicht noch anspruchsvoller werden, setzt der Chef, die Nachbarabteilung oder der Vorstand noch ein Quäntchen drauf.

Diese Erfahrung machen sehr viele Führungskräfte. Das Hamsterrad dreht sich und dreht sich. Jeder/jede von uns sucht sich da eigene Pufferzonen und Ausgleichs-Arenen und hofft insgeheim … das wird schon wieder besser. Irgendwann.

Aber haben Sie sich das nicht auch schon vor einem Jahr gedacht oder vor zwei Jahren?

In der stillen geschützten Arbeit und in der Reflexion mit Führungskräften zeigt sich oft das Bild, dass der Druck so immens gestiegen ist, viele sich in endlosen Schleifen des intensiven Bemühens wiederfinden und am Ende des Tages relativ wenig Output oder Wirksamkeit spürbar ist. Das Phänomen verstärkt sich in vielen Organisationen, weil über Ohnmacht, Überforderung, Wirkungslosigkeit kaum gesprochen werden darf. Zu groß sind die Ängste, den schlafenden Tiger zu wecken, der in alle Welt brüllt…„ich hab‘ s dir ja gesagt, der/die wird das nie schaffen!… und sieh‘ da jetzt haben wir den Beweis.“

Und so wird ein Deckmäntelchen über diese unerwünschten Emotionen und inneren Gewissheiten gehüllt, der am Ende des Tages nur scheinbar schützt. Was er auch zudeckt, sind die Potenziale, die in uns schlummern.

Laut aktueller Hirnforschung (und ich empfehle dazu alles was Sie sich von Gerald Hüther zu diesem Thema im Netz herunterladen möchten) können wir nur in einem Zustand von innerer „GELASSENHEIT“ die Potenziale, Möglichkeiten und Leistungsdimensionen unseres Gehirns wirklich ausschöpfen. Die so notwendige Quelle für das Querdenken, neue Lösungen, unkonventionellere Herangehensweisen, kürzere Entscheidungswege und mehr Kreativität scheint sich nur im Zustand von Gelassenheit und Balance wirklich zu zeigen.

Naja logisch – oder? Wäre ich auch mit meinem Hausverstand drauf gekommen. Dass was wir aber in den Organisationen an Spirit vorfinden, kommt dem Gelassenheitsmodus ordentlich in die Quere.

Es bieten sich also vier Möglichkeiten an:

# 1 warten bis der Vorstand/die Geschäftsführung oder HR-Abteilung den Gelassenheitstag ausruft und dann endlich alles aus den Hirnwindungen in Erscheinung tritt was an Lösungen schon längst da wäre

# 2 alle Unsicherheitszonen vermeiden, die mich in ein trudelndes Fahrwasser des Nicht-Gelassen-Seins (im Unternehmen oder in der Familie) bringen

# 3 alles nochmals in Gelassenheit überdenken und einen Ausweg aus dem Dilemma finden

# 4 meinen Gelassenheits“muskel“ trainieren

Wenn Sie die Nummer drei oder vier als Lösung gewählt haben, gibt es eine dienliche Fortsetzung in einem der nächsten Blogs in der kommenden Woche …

Verwandte Artikel

Wollen Sie mehr erfahren?

Für Fragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Kontakt Aufnehmen
Kontakt Aufnehmen
2017-07-25T07:01:11+00:00